Eine Mediationsausbildung zu beginnen, ist ein großer Schritt. Wenn der Termin für das erste Modul näher rückt, schwingen oft viele Fragen mit: Wie viel trockene Theorie erwartet mich? Muss ich sofort eigene, private Konflikte vor der Gruppe ausbreiten? Und wie anstrengend ist es eigentlich, 3 Tage durchzulernen?
Um dir die Unsicherheit zu nehmen, nehmen wir dich heute mit hinter die Kulissen unserer Ausbildungsräume in Berlin.
Eines vorweg: Es hat absolut nichts mit frontalem Schulunterricht zu tun. Ganz im Gegenteil: wir lernen „gehirngerecht“. Das bedeutet, mehrere Gehirnbereiche werden gleichzeitig angesprochen und das sorgt dafür, das Informationen besser aufgenommen und gespeichert werden können.
Donnerstag: Ankommen, durchatmen und das Fundament legen
Wenn du bei uns eintriffst, wartet erst einmal der wichtigste Schritt: Ankommen. Ankommen im Thema und in der Gruppe.
Nach diesem Check-in steigen wir in das jeweilige Modulthema ein. Der Vormittagsbereich gehört oft dem theoretischen Fundament. Wir schauen uns Grundlagenmodelle und Theorien an, sprechen über Gesprächstechniken oder die rechtlichen Rahmenbedingungen der Mediation. Aber keine Sorge: Auch die Theorie wird interaktiv gestaltet und ist eng mit der Praxis verknüpft.
Die Nachmittagsbereiche definieren sich durch Übungen, Rollenspiele oder Selbsterfahrungen, denn Mediation lernt man nicht aus Büchern, sondern durchs Machen.
Rollenspiele – Ausprobieren im sicheren Raum
Das Wort „Rollenspiel“ löst bei vielen erst einmal Respekt aus, aber hier liegt der größte Lernfaktor. In kleinen, geschützten Gruppen probieren wir konkrete Konfliktsituationen aus. Dabei schlüpfst du abwechselnd in die Rolle der Mediatorin bzw. des Mediators oder der Konfliktparteien.
Du darfst (und sollst!) Fehler machen, ausprobieren, was sich für dich natürlich anfühlt, und Formulierungen testen. Du stehst dabei niemals alleine da. Unsere Ausbilderinnen und Ausbilder begleiten die Kleingruppen, geben wertschätzendes Feedback und zeigen Alternativen auf. Du musst übrigens keine privaten Konflikte mitbringen; wir arbeiten mit realistischen, vorbereiteten Fällen aus Familie, Wirtschaft und Gesellschaft.
Samstag: Reflexion und der Transfer in deinen Alltag
Am Samstag runden wir das Modul ab. Ganz wichtig ist uns der Transfer: Wie kannst du das Gelernte am Montagmorgen direkt in deinem Beruf, in deinem Team oder in deiner Familie anwenden? Bevor wir das Modul am Nachmittag beenden, gibt es Übungen zur Vertiefung und zur Reflexion. Danach gehst du mit einem vollen Methodenkoffer, aber auch mit einem aufgeräumten Kopf ins restliche Wochenende.
Neugierig geworden?
Wenn du dir jetzt ein genaueres Bild davon machen möchtest, welche Themen wir an den sieben Modulen inhaltlich behandeln und wann die nächsten Durchgänge in Berlin starten, dann komm hier entlang.
15. Juli 2026

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